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 Kreis-Ausgabe
17.11.2018



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„Zukunft im Vest“:
Vier Seiten über zukunftsträchtige Projekte im Kreis

KREIS. Die Kohleindustrie, einst „Motor“ des Ruhrgebiets, ist zum Auslaufmodell geworden. Der Kreis Recklinghausen befindet sich – wie das gesamte Ruhrgebiet – im Wandel. Wo Mitte des 20. Jahrhunderts die Zukunft noch „Unter Tage“ lag, setzen Wirtschaft und Kommunen mittlerweile auf andere Branchen – auf erneuerbare Energien, Chemie, Logistik, Handel und Gewerbe, Dienstleistungen und Tourismus. Ehemalige Zechenstandorte sind heute Bühne für Kunst und Kultur, wurden und werden in Industrieparks umgewandelt. Projekte, die die „Zukunft im Vest“ prägen könnten, stellt der Kurier zum Sonntag in dieser Ausgabe vor: vom geplanten gate.ruhr (Foto oben) auf dem Areal der ehemaligen Schachtanlage Auguste Victoria 3/7 in Marl, das jetzt von der IHK besucht worden ist, über die Pläne, den Recklinghäuser Stadtteil Hillerheide umzukrempeln – dafür gab es jetzt einen Förderbescheid vom Land (rechts unten) – bis hin zur Hertener Halde Hoheward, wo 2032 Olympische Wettkämpfe stattfinden könnten (links unten). —Fotos: Stadt Marl (oben); Stadt Recklinghausen (rechts unten); IHK Nord Westfalen (links unten)   Weiter...

Kurier-Top-Themen der Woche




„Holy Metal“ –
heiliges Metall

Kulturkracher und
drei Fragezeichen
Kinderklassiker
auf Kufen


Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt
BUNDESLIGA. Das Foto machte die Runde – schließlich ist mittlerweile ja nicht mal mehr die Umkleidekabine einer Fußball-Mannschaft heilig, wenn es darum geht, Öffentlichkeitswirksames zu posten: In der Kabine von Borussia Dortmund gab es mächtig was auf die Ohren – offenbar so heftig, dass sich Trainer Lucien Favre seine eigenen zuhielt. Und dabei schmunzelte...
Kein Wunder: Schließlich freute sich der Schweizer innerlich über die Freudengesänge seiner Spieler mit. Die hatten soeben ein zum Teil Atem beraubendes Spitzenspiel gegen den FC Bayern München mit 3:2 gewonnen und ihren Punkte-Vorsprung an der Tabellenspitze damit auf nun sieben ausgebaut – alleine das macht den BVB, Stand heute, zunächst mal zum Titel-Favoriten. 
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Die Schönsten vom Leuchten
AKTION. Der Kurier zum Sonntag hat das schönste Foto von „Recklinghausen leuchtet“ gesucht – und gefunden. Mit seiner Aufnahme zum Thema „Abschied vom Bergbau“ hat Kurier-Leser Torsten Mannek den ersten Platz belegt. Herzlichen Glückwunsch!
Auf den zweiten Platz hat es Lutz Lehmann geschafft, vor Markus Messmann, der auf dem dritten Platz gelandet ist. Die drei Erstplatzierten haben je eine Ausgabe des „Gutscheinbuches Kreis Recklinghausen & Umgebung“ 2019 gewonnen. Bei allen Teilnehmern möchten wir uns herzlich bedanken. / Foto: Mannek

 „Rabatt-Riesen“ zu gewinnen
AKTION. Schlemmen und Sparen sind im Kreis angesagt. Denn das „Schlemmerreise mit Gutscheinbuch.de Kreis Recklinghausen & Umgebung“ 2019 enthält insgesamt 186 Gutscheine für Gastronomie und Freizeit, Wellness, Kultur sowie Shopping. Unter seinen Leserinnen und Lesern verlost der Kurier zum Sonntag jetzt 15 Exemplare des „Rabatt-Riesen“.
Ein schönes Abendessen zu zweit, ein erholsamer Tag in der Therme oder eine ausgiebige Shoppingtour: Die 87 Gastronomie- und 99 Freizeitgutscheine bescheren nicht nur schöne Erlebnisse, sondern schonen auch den Geldbeutel. Mit dem „Gutscheinbuch“ im Handgepäck spendieren Restaurants zum Beispiel das zweite Hauptgericht, beim Wellness bekommt der Partner die Massage geschenkt, im Freizeitpark ist der zweite Eintritt gratis oder beim Einkaufen gibt es satte Rabatte. Dabei ist das Gutschein-Angebot übersichtlich nach Kategorien sortiert. So kann jeder schnell auf einen Blick aus dem Portfolio das für ihn Passende wählen.
Der Kurier zum Sonntag verlost 15 Exemplare des „Gutscheinbuch Kreis Recklinghausen & Umgebung“. Wer gewinnen möchte, muss lediglich eine Postkarte an den Kurier zum Sonntag, Steinstraße 14, in 45657 Recklinghausen oder eine E-Mail an verlosungen@kurier-zum-sonntag.de schicken. In beiden Fällen lautet das Stichwort „Gutscheinbuch“. Bitte Telefonnummer nicht vergessen. Teilnahmeschluss ist der 2. November. Teilnahme ab 18 Jahren. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
All jene, denen Glücksgöttin Fortuna nicht hold ist, können das „Gutscheinbuch“ zum Preis von 17,90 Euro kaufen. Zu bekommen ist das Buch in den Geschäftsstellen unseres Dienstleitungspartners im RZ-Ticketcenter, Breite Straße 4, und RZ Süd, Bochumer Straße 140a, in Recklinghausen, bei der Marler Zeitung, Kampstraße 84b, in Marl, bei der Hertener Allgemeinen, Hermannstraße 24, in Herten, bei der Stimberg Zeitung, Stimbergstraße 115, in Oer-Erkenschwick, bei der Dattelner Morgenpost, Hohe Straße 20, in Datteln sowie bei der Waltroper Zeitung, Dortmunder Straße 20, in Waltrop. / Foto: Gutscheinbuch.de

Software-Update oder Fahrverbot
VERKEHR. Vom Abgasskandal betroffene Diesel-Fahrzeuge, die noch mit manipulierter Software unterwegs sind, müssen laut einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster mit den vorgeschriebenen Software-Updates nachgerüstet werden – sonst drohen Fahrverbote und Bußgelder.
Im Zuge dessen hat das Straßenverkehrsamt des Kreises nun Schreiben an die entsprechenden Halter versendet, die ihre Fahrzeuge nur noch für Fahrten im Zusammenhang mit der Nachrüstung nutzen dürfen.
Im Kreis sind knapp 220 Fahrzeughalter betroffen. Teilweise haben diese bereits auf ein vorheriges Schreiben der Verwaltung reagiert: Rund 40 Fälle sind aktuell abgeschlossen. Die restlichen Fahrzeughalter erhalten nun Post, in der ihnen das Fahren im Straßenverkehr untersagt wird. Lediglich im Rahmen der Mängelbeseitigungen innerhalb einer fünftägigen Frist sind Fahrten noch gestattet.
Wer nicht reagiert – weder durch Nachrüsten des Updates noch durch Abmelden des Fahrzeugs – muss mit Maßnahmen rechnen, die vom Zwangsgeld bis zur zwangsweisen Außerbetriebsetzung durch Entstempelung des Kennzeichens führen können.
Als Nachweis über das installierte Update benötigt die Zulassungsbehörde in Marl die Bestätigung einer Fachwerkstatt, die per Post an das Straßenverkehrsamt, Stettiner Straße 10 in 45770 Marl, per Fax an ( (02361) 53-72 03, per E-Mail an strassenverkehrsamt@kreis-re.de gesendet oder auch persönlich abgegeben werden kann. / Foto: Kreis Recklinghausen

„Gehofft, aber nicht damit gerechnet

AKTION. „Wir haben natürlich gehofft, dass wir gewinnen – aber nicht damit gerechnet“, erklärt Petra Tschentscher überglücklich, die gemeinsam mit ihrem Mann Horst das Landhaus Steinern Kreuz in Marl leitet. Die Gastronomie hat die Kurier-zum-Sonntag-Wahl „Der schönste Biergarten im Vest“ gewonnen und jetzt gleich doppelten Grund zu feiern – denn schon am 14. April konnte das Landhaus sein fünfjähriges Bestehen begehen.
Zahlreiche Kurier-Leserinnen und -Leser haben sich an der Wahl beteiligt und für ihren Favoriten gestimmt. Es war knapp, doch letztendlich konnte das Hotel-Restaurant an der Recklinghäuser Straße 188 die meisten Stimmen auf sich vereinen und somit die Aktion für sich entscheiden.
„Der schönste Biergarten im Vest“ liegt idyllisch unter Bäumen am Rande eines Waldstücks. Dabei kann das Landhaus Steinern Kreuz mit gleich zwei Außen-Gastronomien punkten. „Der ‚Kleine Hofgarten‘ grenzt direkt an unser 150 Jahre altes Fachwerkhaus und der Außenbereich ‚Bei Käthe und Luise‘ ist besonders bei Kindern beliebt, die gerne die Namensgeberinnen – zwei Ziegen – füttern und den kleinen Sandkasten nutzen, den wir ursprünglich für unsere Enkelkinder angelegt haben“, erzählt Petra Tschentscher.
Offensiv haben sie und ihr Mann um Stimmen geworben. „Wir haben unsere Gäste, die zum Teil aus ganz Deutschland anreisen, gezielt darauf angesprochen, ob sie für uns stimmen möchten“, erklären beide. Sie haben es getan, zuhauf, und nun hat das Landhaus „Den schönsten Biergarten im Vest“.
Doch auch zwei Kurier-Leser, die abgestimmt haben, können sich freuen: Denn Ulrich Timpert aus Herten und Hartmut Krause aus Marl haben jeweils einen Verzehrgutschein über 20 Euro für das Steinern Kreuz gewonnen, die sie sicherlich im Biergarten einlösen werden. Herzlichen Glückwunsch! / Foto: NBM

Weltgrößter Volksbiathlon gastiert in Marl
SPORT. Mehr als 7.000 Wettkämpfer sowie rund 50.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer seit 2015 machen die Biathlon-Deutschland-Tour zum weltgrößten Volksbiathlon. In dieser Saison gastiert die Tour mit ihrer mobilen Biathlon-Arena erneut in 40 Städten und lädt alle Neugierigen zum Wettkampf in einer Sportart ein, die für fast alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine neue sportliche Erfahrung darstellt.
Eingeladen von der Werbegemeinschaft des Einkaufszentrums Marler Sterns und Centermanager Olaf Magnusson gastiert die Tour am 15. September von 11 bis 18 Uhr auf dem Creiler Platz im Zentrum Marls. Gesucht wird der Biathlon-Staffel-Stadtmeister. Bis zu 25 vierköpfige Teams können sich dafür bis zum 7. September beim Centermanagement des Marler Sterns anmelden. Die Anmeldung ist ausdrücklich auch Gelegenheitssportlern vorbehalten. Entsprechend ist die Laufdistanz von rund 800 Metern pro Wettkämpfer moderat gewählt.
Die Etappe findet auf einer Strecke rund um den Marler City-See als Lauf-Biathlon für die Staffelteams statt. Laufstärke und eine ruhige Hand sind gefragt, denn jeder Wettkämpfer absolviert zwei Laufrunden um den City-See. Nach der ersten kommen die Teilnehmer für fünf Schüsse im Liegendschießen in den Schießstand, nach der zweiten Laufrunde folgen fünf Schüsse Stehendschießen. Geschossen wird aus zehn Metern Entfernung auf Ziele mit 45 Millimetern Durchmesser. Für jeden Fehlschuss wird eine rund 50 Meter lange Strafrunde gelaufen, bevor der Wechsel an den Teamkollegen erfolgt. Die fünf besten Vorlauf-Teams stehen um 16.30 Uhr im Finale um den Stadtmeistertitel. Es warten Pokale und tolle Preise auf die Finalstaffeln.
Einzelsieger (Etappensieger) wird der beste Wettkämpfer der Siegerstaffel. Sie oder er gewinnt ein zweitägiges Biathlon-Camp am 26. und 27. Januar 2019 in Ruhpolding bei Biathlon-Legende Fritz Fischer und kämpft dort in der weltbekannten Chiemgau-Arena im Finale der Tour gegen die Sieger der anderen Etappenstädte um den Titel des Tour-Champions.
Vereine, Unternehmen, Familien, Schulklassen und Institutionen sind eingeladen, mit Staffeln aus vier Personen am Staffelcup teilzunehmen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Es treten jeweils fünf Teams pro Rennen gegeneinander an. Die ersten 25 Anmeldungen erhalten die Startplätze. Anmeldungen sind ab sofort möglich beim Einkaufszentrum Marler Stern, Centermanagement, E-Mail: o.magnusson@marlerstern.de, ( (02365) 92 90. / Foto: www.biathlon-tour.de

 
Vorurteile durch Begegnung abbauen
AUSZEICHNUNG. Wer in die Hertener Erich-Klausener-Schule kommt, kann die freudige Botschaft kaum übersehen. Auf der Stellwand ist es in großen Buchstaben zu lesen: „Wir haben gewonnen.“ Und zwar den Sonderpreis beim Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Was die Schülerinnen und Schüler der bischöflichen Ganztagsrealschule gewonnen haben, wissen sie noch nicht. Das erfahren sie erst bei der Preisverleihung in Berlin, bei der wahrscheinlich auch der Schirmherr des Wettbewerbs, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, anwesend sein wird.
Teilgenommen hat die Schule mit ihrer Ausstellung „Die Welt in Bewegung – Menschenrechte und Flucht“, die in Gemeinschaftsarbeit der beiden fünften Klassen, der internationalen Klasse und der Sozialwissenschaftskurse der Jahrgangsstufen sieben bis zehn innerhalb von zweieinhalb Monaten entstanden ist.
„Rund 150 Schülerinnen und Schüler haben sich für diese Ausstellung engagiert“, berichtet Schulleiter Martin Kissenkötter. Die Ausstellung, die aus unterschiedlichen Perspektiven das Themen Flucht behandelte, wurde von Lehrerin Julia Fuchs initiiert, nachdem zwei Schüler von ihrer Flucht berichtet hatten. „Es ist ein Rundgang, an dem die Besucher Steckbriefe lesen können, in denen Schüler oder deren Väter über ihre Erlebnisse während der Flucht berichten. Es gibt Hörstationen, die Schüler haben ein Spiel zum Thema Flucht erstellt, Rezepte für typische Gerichte geschrieben, Informationen zum Asylverfahren bis hin zum Leben an der Schule zusammengetragen“, informiert Sozialwissenschaftslehrerin Jana Müller, die das Projekt begleitet hat.
Auch in der Schulgemeinschaft habe sich etwas verändert. „Seit eineinhalb Jahren gibt es die internationale Klasse an unserer Schule. Die Schülerinnen und Schüler aus zehn Nationen werden seit der Ausstellung von den Regelschülern anders wahrgenommen“, hat Müller beobachtet. „Es gibt mehr Verständnis für die Schüler, die aus unterschiedlichen Gründen die Klasse besuchen“, fügt Schulleiter Kissenkötter hinzu. Begegnung sei der Schlüssel, um Vorurteile abzubauen und Stammtischparolen vorzubeugen.
Nun sind sie gespannt, was sie in Berlin erwartet. „Wir werden mit 20 Schülerinnen und Schülern in die Hauptstadt fahren. Allerdings können nur zehn an der Preisverleihung teilnehmen“, bedauert Kübber. Doch für alle, die sich engagiert haben, wird es später in der Schule eine Urkunde geben.  pbm/mek / Foto: Bischöfliche Pressestelle/Michaela Kiepe