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Kurier
 Kreis-Ausgabe
26.05.2018



Veranstaltungsmagazin
Hertener Blumenmarkt












 


Höhenflüge vor ungewöhnlicher Kulisse
SPORT. Zu Höhenflügen vor ungewöhnlicher Kulisse setzten Stabhochspringerinnen und -springer am kommenden Freitag, 1. Juni, in Recklinghausen an. Beim 37. Internationalen Marktplatzspringen kommt ein international besetztes Feld zusammen, um den Titel unter sich auszumachen.
Ab 15.30 Uhr verwandelt sich der Altstadtmarkt im Herzen der Kreisstadt in eine Sportarena, in der nationale und internationale Athletinnen und Athleten um jeden Zentimeter kämpfen. Das Ereignis lockt jährlich tausende Zuschauer an, die sich auch diesmal wieder auf einige hochkarätige Sportlerinnen und Sportler freuen dürfen.
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Kurier-Top-Themen der Woche




18 neue Staatsbürger
im Kreis Recklinghausen

Große Feier zum
zehnten Geburtstag

Azubi-Ticket braucht
gute ÖPNV-Anbindung


Favre soll es richten
BUNDESLIGA. Zwar hat der FC Schalke 04 durch die überraschende Niederlage des FC Bayern im DFB-Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt die Teilnahme am Supercup verpasst, doch die entgangene Millioneneinnahme können die Königsblauen verschmerzen. Denn durch die Qualifikation für die Champions League haben die Blau-Weißen an Prämien, Sponsoren- und Zuschauergelder rund 40 Millionen in der Gruppenphase sicher.
Deshalb kann Sportvorstand Christian Heidel die neue Saison recht entspannt planen. Drei Neuzugänge (Sané, Uth, Serdar) stehen schon fest, zwei sollen noch kommen. Ein großer Personalumbruch war nie geplant. Heidel: „Wir schicken jetzt doch nicht die Spieler weg, die Schalke zur Vizemeisterschaft geführt haben.“ Idealerweise wäre der Kader zum Trainingsstart am 1. Juli komplett. Doch Heidel weiß: „Durch die Weltmeisterschaft wird der Transfermarkt erst Mitte Juli richtig in Schwung kommen.“
Die Rückkehr auf die internationale Fußball-Bühne empfinden weder der Sportvorstand noch Trainer Domenico Tedesco als Zusatzbelastung. „Wir freuen uns, dass wir es geschafft haben“, betonte Tedesco immer wieder und blickt der Auslosung am 30. August in Monaco schon voller Vorfreude entgegen. Mehr...

Antrittsbesuch im Vest
KIRCHE. Beinahe ein Jahr ist Rolf Lohmann nun nicht nur Weihbischof für die Region Niederrhein, sondern auch für das Kreisdekanat Recklinghausen. Heute besuchte er das Gasthaus und die Gastkirche in Recklinghausen. Mit den ehrenamtlichen Helfern entwickelte sich ein reger Austausch über den Auftrag der Kirche, die Ökumene und vieles mehr.
Erst seit Juli 2017 ist Rolf Lohmann als Weihbischof zuständig für die Region Niederrhein, der 420.000 Katholiken angehören. Nach dem gesundheitsbedingten Rücktritt von Weihbischof Dieter Geerlings im November übernahm Lohmann dieses Amt auch für die Region Recklinghausen mit 210.000 Katholiken. Das „Geistliche Zentrum Gastkirche und Gasthaus“ war nach einem Gespräch mit den leitenden Pfarrern der zweite Besuch Lohmanns in der Stadt am nördlichen Rand des Ruhrgebiets. „Neben Firmungen und Visitationen werde ich mir weiter die Zeit nehmen, um die Region kennenzulernen“, versprach Lohmann. Zuletzt habe er Walsum und Hömberg besucht und während der Autobahn-Fahrten festgestellt: „Es gibt bei den Strukturen viele Parallelen.“
Das Gasthaus und die Gastkirche liegen direkt nebeneinander in der Innenstadt von Recklinghausen. Pfarrer Ludger Ernsting, zwei Ordensschwestern, zwei Ordensbrüder sowie mehr als 250 Ehrenamtliche bieten eine Anlaufstelle für seelsorgerisch suchende Menschen sowie umfassende Unterstützung für Menschen, denen es nicht gut geht. Dazu gehören Frühstück und Mittagessen für „Menschen, deren Zuhause die Straße ist“, erklärte Pfarrer Ernsting.
Weihbischof Lohmann suchte das Gespräch mit den Ehrenamtlichen bei einem Rundgang, nahm am morgendlichen Mitarbeiter-Café teil und tauschte sich mit dem Gasthausrat aus. Als sozial-diakonische Anlaufstelle begleitet das Gasthaus Menschen zum Beispiel in einer Trauersituation, unterstützt Bedürftige mit einer Sozialberatung oder gibt Suchenden einen spirituellen Impuls. „Für mich ist das Gasthaus gelebte Christlichkeit: Nicht nur reden, sondern tun“, sagte Petra Rhein. „Es macht einfach Spaß, hier mitzuarbeiten“, ergänzte Gregor Kortenjann.
Mit den Mitgliedern des Gasthausrates entwickelte sich eine intensive Diskussion unter anderem über die Entwicklung der Ökumene. Lohmann sieht „den Weg der Ökumene klar nach vorne gerichtet“. Die große Mehrheit der Bischöfe wolle das auch so. Lohmann erinnerte an die Wortbedeutung von „katholisch“. „Es bedeutet allumfassend, weltumfassend. Katholische Kirche kann also gar nicht eng sein. Die Frage ist nur, wie wir das vermitteln. Jesus sagt jedenfalls, dass jeder angenommen ist.“ / Foto: Bischöfliche Pressestelle/Michael Richter

Den Austausch fördern
RECKLINGHAUSEN. Wie viel Fernsehen ist für mein Kind sinnvoll? Braucht mein Kind wirklich schon ein Smartphone? Und welche Regeln brauchen wir? Diese Fragen zur Medien- und Smartphone-Nutzung behandelt die erste Phase des Elterntalks NRW – einem neuen Projekt der Stadt, das sich an Mütter und Väter von Kindern bis 14 Jahren richtet. Ziel des Elterntalks ist es, unter fachlicher Begleitung den Erfahrungs- und Meinungsaustausch von Müttern und Vätern aus verschiedenen Familien zu fördern, ohne dabei von außen belehren zu wollen. Dabei lädt ein Gastgeber andere Eltern zu einer Gesprächsrunde ein. Begleitet werden diese Treffen von einem Moderator, selbst Mutter oder Vater, der Gesprächsanregungen und aktuelle Informationen einbringt und den Dialog fördert. Entwickelt wurde das Projekt von der Aktion Jugendschutz Landesarbeitsstelle Bayern e.V. Nun will die Arbeitsgemeinschaft Kinderund Jugendschutz NRW e.V. (AJS) den Elterntalk auch in Nordrhein-Westfalen etablieren. Partner in Recklinghausen ist der Fachbereich Kinder, Jugend und Familie. Eine Gesprächsrunde dauert etwa zwei Stunden. Für die teilnehmenden Eltern entstehen keine Kosten. Bei weiteren Fragen zum Projekt steht Petra Heinig unter 􀀁 (02361) 50-22 25 sowie per E-Mail an petra.heinig@ recklinghausen.de zur Verfügung. Dort können sich auch Mütter oder Väter melden, die Interesse haben, als Moderatorin oder Moderator eine Talkrunde zu begleiten. Weitere Informationen unter www.elterntalk-nrw.de. —FOTO: STADT RE    

Ein stimmgewaltiges Quintett

KULTUR. Die Tenöre Vincenzo Sanso, Luigi Frattola, Orfeo Zanetti, Daniel Damirov und Georgi Dinev stehen in den renommiertesten Opernhäusern der Welt auf der Bühne. Regelmäßig kommen sie jedoch zusammen, um gemeinsam ihr Publikum zu verzaubern. Präsentiert vom Kurier zum Sonntag macht das stimmgewaltige Quintett mit seiner „Die Nacht der 5 Tenöre – E lucivan le stelle“ am 20. Januar 2019 im Recklinghäuser Ruhrfestspielhaus Station. Und Kurier-Leserinnen und -Leser, die sich vom 1. bis 31. Mai in einer unserer Geschäftsstellen Karten sichern, erhalten einen exklusiven Frühbucherrabatt von 10 Euro pro Karte
Begleitet werden die Tenöre vom renommierten Plovdiv Symphonic Orchestra unter der Leitung des international gefeierten Dirigenten Nayden Todorov. Todorov ist seit einem Jahr Intendant der Staatsoper in Sofia, vorher leitete er jahrelang die Staatsoper in der bulgarischen Stadt Russe. Das Plovdiv Symphonic Orchestra wurde im Jahr 1997 gegründet und kann mittlerweile auf über 800 Live-Auftritte allein in Europa zurückblicken. Der Schwerpunkt des Repertoires liegt auf Arien aus Opern wie Aida, Nabucco oder La Traviata sowie Operetten wie der Zigeunerbaron.
Eintrittskarten für „Die Nacht der 5 Tenöre“ gibt es während des Frühbucherrabattes von 22,70 bis 40,90 Euro in den Geschäftsstellen unseres Dienstleistungspartners im RZ-Ticketcenter, Breite Straße 4, und RZ Süd, Bochumer Straße 140a, in Recklinghausen, bei der Marler Zeitung, Kampstraße 84b, in Marl, bei der Hertener Allgemeinen, Hermannstraße 24, in Herten, bei der Stimberg Zeitung, Stimbergstraße 115, in Oer-Erkenschwick, bei der Dattelner Morgenpost, Hohe Straße 20, in Datteln sowie bei der Waltroper Zeitung, Dortmunder Straße 20, in Waltrop. Der Frühbucherrabatt läuft vom 1. bis 31. Mai. / Foto: RG Veranstaltungen

„Einen spannenden Neustart machen“
ZENTRUM. Heike Pflugner ist die neue Leiterin der Stadtbücherei. „Sie bringt vielfältige Erfahrungen mit, die sie in Bibliotheken verschiedener Einrichtungen gesammelt hat“, sagt Bürgermeister Christoph Tesche. „Durch die Verlagerung der Stadtbücherei in die Altstadt hinein wird ein entscheidender Beitrag zur Stadtentwicklung geleistet – eine spannende Herausforderung für die neue Bücherei-Leitung.“
Heike Pflugner wurde im Februar 1970 in Paderborn geboren und studierte von 1995 bis 1999 an der Fachhochschule Bonn öffentliches Bibliothekswesen. Danach arbeitete sie als stellvertretende Leiterin der hessischen Bibliotheksfachstelle in Kassel und übernahm anschließend die Leitung der evangelischen Buch- und Büchereiarbeit der evangelisch-lutherischen Landeskirche in Hannover. Im Anschluss arbeitete sie von 2006 bis 2013 als Leiterin der Stadtbibliothek Achim, ehe sie nach Herten wechselte.
„Recklinghausen hat eine attraktive Stadtbücherei und ich bin froh, dass ich Gelegenheit habe, noch viele weitere Angebote zu entwickeln“, sagt Pflugner. „Insbesondere reizt mich die Herausforderung des Umzugs der Bücherei in den Kern der Altstadt, wo wir im Grunde einen spannenden Neustart machen können.“
So soll die Stadtbücherei moderner und digitaler werden. Im Angebot sollen sich künftig neben den Print-Medien noch mehr audio-visuelle Medien befinden. Die digitalen Angebote sollen um freies WLAN und eine regelmäßige E-Book-Reader-Sprechstunde erweitert werden. Ferner sollen Hörstationen für Kinder- und Erwachsene und ein E-Circle angeboten werden. „Ziel ist es, die neue Bibliothek als ein sogenannter Dritter Ort zu verankern“, erklärt Pflugner. „Ein Ort, der leicht zugänglich ist, zum Verweilen und Kommunizieren einlädt, kurzum: ein zweites Wohnzimmer, das von Kultur und Bildung geprägt ist.“ / Foto: Stadt RE

„Flüchtlingen eine Perspektive eröffnen“
ZENTRUM. Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Recklinghausen e.V. will Flüchtlingen mit einem neuen Angebot dabei helfen, in Deutschland Fuß zu fassen. Dazu ist jetzt das Projekt „BridGe“ mit einer Frisier- und Nähstube an der Friedhofstraße 2 in der Altstadt gestartet.
„BridGe steht für einen Brückenschlag in die Gesellschaft. Hier können Flüchtlinge erfahren, wie ein Frisiersalon oder eine Schneiderei in Deutschland funktioniert“, erklärt Ute Pahnke, stellvertretende Vorsitzende des SkF. In einer vollausgestatteten Frisierstube sowie in der benachbarten Näh- und Handarbeitsstube können Flüchtlinge und Asylbewerber ihren in der Heimat erlernten Tätigkeiten nachgehen. Jüngere Menschen erhalten Einblicke in den Schneider- und Friseurberuf.
Der „Salon“ soll zweimal in der Woche öffnen. Er wird ehrenamtlich geführt und von den Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern des SkF begleitet. Mit Rita Assauer konnte zudem eine versierte Fachkraft gewonnen werden. Die Hertenerin ist Friseurmeisterin und Kosmetikerin im Ruhestand und bildete über 40 Jahre unzählige Auszubildende im Vest aus. „Vielleicht will jemand ja eine Lehre anstreben, er oder sie würde dann nach unserer Einführung sicher gut klarkommen“, verspricht die 66-Jährige.
Die Flüchtlinge frisieren sich gegenseitig. Für ihre Dienstleistung nehmen sie kein Geld. Laufkundschaft wird es nicht geben. „Wir wollen für eine spätere Integration in den Arbeitsmarkt die erforderlichen Grundvoraussetzungen wie Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, Teamfähigkeit, planerisches Denken, Ordnung und Durchhaltevermögen trainieren“, sagt Ute Pahnke. Deutschkenntnisse könnten im Kontakt mit den Ehrenamtlichen und Sozialarbeitern vertieft werden.
Während des laufenden Asylverfahrens ist es Flüchtlingen nur unter besonderen Bedingungen erlaubt zu arbeiten. Die Ausländerbehörde muss die Arbeit genehmigen. Dazu prüft die Arbeitsagentur zuvor die Nachrangigkeit des Jobs und die konkreten Arbeitsbedingungen und gibt daraufhin ihre Zustimmung. Das langwierige Antragsverfahren frustriert viele Flüchtlinge. Sie wünschen sich eine unbürokratische Lösung. „Viele sehnen sich nach einer sinnreichen Beschäftigung, zumal die meisten bereits im Heimatland eine Ausbildung genossen haben oder einer Arbeit nachgegangen sind“, erklärt Sybille Averdung, Koordinatorin des Fachbereichs Migration und Flüchtlinge. „Mit unserem Projekt wollen wir Flüchtlingen, die eine Bleibeperspektive haben, eine Lebensperspektive eröffnen. Nicht nur die ausgebildeten Friseure in unseren Unterkünften sind interessiert.“ Auch „Berufseinsteiger“ hätten bereits großes Interesse geäußert, sich unter Anleitung an der Schere ausprobieren zu wollen. Nigerianische Frauen wollen zudem zeigen, wie kunstvoll sich Haare flechten lassen./ Foto: SKF